BEST-RECRUITERS-ERGEBNISSE 2014/15

Detaillierte Studienergebnisse finden Sie hier zum Download:

Studienergebnisse Österreich PDF


KATEGORIENVERGLEICH

Der Kategorienvergleich stellt die Ergebnisse aller getesteten Arbeitgeber in den 9 erhobenen Kategorien dar. Obgleich bedeutend mehr Arbeitgeber Initiativen im Bereich Mobile Recruiting setzen, bestätigen die Gesamtergebnisse (18 %) die nach wie vor zögerliche Umsetzung dieses Trends.

Obwohl im Vergleich zu den Vorjahren ein starker Aufwärtstrend ersichtlich ist, birgt Mobile Recruiting immer noch die Chance, vermehrte Investitionen zu setzen, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Hinsichtlich der Präsenz in Social-Web-Kanälen zeigen die Studienergebnisse (32 %) ebenso noch Raum für Verbesserung. Die Ergebnisse der Kategorie Karriere-Website lassen (45 %) hingegen auf durchwegs solide Qualität und Bewerbernähe schließen.

Kompetenz im Netzwerken mit BewerberInnen zeigen Österreichs Arbeitgeber insbesondere auf Recruiting-Messen (51 %).

Ähnliches Engagement stellen die getesteten Unternehmen und Institutionen bei der Gestaltung der Online-Stellenanzeigen (55 %) unter Beweis.

In Bezug auf die BewerberInnen-Kontaktaufnahme zeigen Österreichs Arbeitgeber mit erzielten 52 % Professionalität und Kompetenz. Hinsichtlich der Bewerbungsresonanz (58 %) wird deutlich, dass vermehrt Kapazitäten in einen wertschätzenden Umgang mit potenziellen MitarbeiterInnen investiert werden.

 

ERGEBNISSE IN DEN KATEGORIEN


Karriere-Website

Die Karriere-Website gilt als Visitenkarte eines Arbeitgebers. Ein starker Auftritt im Web ist somit Dreh- und Angelpunkt der Recruiting-Aktivitäten. Die Bewertungen in der Kategorie Karriere-Website zeigen interessante Resultate: Nur 59 % der getesteten Arbeitgeber integrieren eine prägnante Unternehmensbeschreibung in den Karrierebereich. Dafür ermöglichen 93 % die direkte Suche nach passenden Vakanzen in einem gesonderten Bereich für Stellenangebote. Während dieses Kriterium von nahezu allen Unternehmen und Institutionen erfüllt wird, mangelt es andernorts noch an der Nähe zu den BewerberInnen. 45 % weisen auf eine allgemeine HR-Ansprechperson für weiterführende Anfragen seitens der InteressentInnen hin. Zudem bieten lediglich 24 % in Form eines Event-Kalenders die Möglichkeit, den Arbeitgeber persönlich kennenzulernen.

 


DER VERKANNTE WERT DER ARBEITGEBERWERTE

BewerberInnen wollen sich mit den Werten ihres zukünftigen Arbeitgebers identifizieren können. Daher sollten Unternehmen und Institutionen diese auch klar und eindeutig kommunizieren. Jeder Arbeitgeber handelt nach einem Werte-Portfolio, jedoch „leben“ nur 41 % der Unternehmen und Institutionen ihre Werte auch auf der Karriere-Website. Werte schaffen Identität und Persönlichkeit. Demnach ist neben der reinen Kommunikation der Unternehmenswerte ebenso entscheidend, welche Werte transportiert werden. Die Etablierung individueller Werte gepaart mit professionellem Wertemanagement birgt somit ein nicht zu unterschätzendes Potenzial als Arbeitgeber-USP.

 

Social Web

In den sozialen Medien steckt viel Potenzial. Medienkompetenz und Authentizität können durch einen professionellen Social-Web-Auftritt unter Beweis gestellt werden und so das Arbeitgeberimage stärken. Zudem können über Social-Media-Plattformen Talente von morgen direkt angesprochen werden. Die Nutzung der einzelnen Kanäle variiert: Immerhin 39 % ziehen XING als zusätzlichen Recruiting-Kanal heran. 24 % setzen auf eine BewerberInnen-Ansprache über YouTube und Facebook. LinkedIn (24 %) erfreut sich ebenfalls starker Beliebtheit. Über das aufstrebende Webportal Whatchado präsentieren sich 11 % der Arbeitgeber – ein bemerkenswertes Ergebnis für eine 3 Jahre alte Online-Plattform. Andere Social-Web-Kanäle wie etwa kununu (9 %) oder Twitter (6 %) aber auch der eigene Karriereblog (7 %) bleiben knapp unter der 10-%-Marke.


 

Mobile Recruiting

Obgleich das Bewusstsein für diesen Trend vorhanden ist, wird Mobile Recruiting nur zögerlich eingesetzt. 26 % aller getesteten Unternehmen und Institutionen stellen mobile Services für BewerberInnen zur Verfügung. Die vielen Vorteile standortunabhängiger Jobsuche bleiben also nach wie vor großteils ungenutzt. Viele Online-Stellenanzeigen sind nicht mobil optimiert, ebenso wie es die meisten Karriere-Websites BewerberInnen nicht erlauben, sich am mobilen Endgerät über den potenziellen Arbeitgeber zu informieren.



Präsenz auf Recruiting-Messen

Überraschend ist, dass trotz des großen Angebots an Recruiting-Messen in Österreich nur 58 % aller getesteten Arbeitgeber auf zumindest einer der untersuchten Veranstaltungen präsent sind. Allgemein am häufigsten besucht wird die Career Calling. 15 % aller getesteten Unternehmen und Institutionen stellen sich hier gerne vor. Immerhin 12 % nutzen den Profil High Potential Day, sowie die Teconomy Messe in Wien als Touchpoints für BewerberInnen.


Eintrag in Karriereratgebern

Karriereratgeber bieten einen schnellen und kompakten Überblick der beruflichen Chancen am österreichischen Arbeitsmarkt und dienen Stellensuchenden als Handbuch und Wegweiser im Bewerbungsprozess. Beinahe jeder dritte Arbeitgeber bietet zumindest in einem Karriere-Guide Einblicke zum eigenen Betrieb. Klarer Spitzenreiter ist hier (23 %) der AKADEMIKER-GUIDE von CAREER, gefolgt von der Lehrstelleninfo 2014, in der immerhin 14 % der getesteten Unternehmen und Institutionen vertreten sind. Andere untersuchte Karriereratgeber rangieren in der allgemeinen Popularität deutlich niedriger, mit Werten zwischen 1 % und 6 %.


 

Online-Stellenanzeigen

Die Gesamtwertung der Online-Stellenanzeigen-Analyse zeigt, dass der Großteil der untersuchten Arbeitgeber die Standardelemente in Ausschreibungen einbettet, jedoch ausschlaggebende weiterführende Informationen des öfteren fehlen. Während etwa die Stellenbezeichnung und das Anforderungsprofil in den untersuchten Ausschreibungen größtenteils gut aufbereitet sind, informieren nur 18 % der Arbeitgeber über Benefits. Immerhin 42 % weisen darüber hinaus in den Stellenanzeigen auf Entwicklungsund Weiterbildungsmöglichkeiten hin. Auf ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Anreizen und Anforderungen achten nicht ganz ein Drittel der untersuchten Arbeitgeber in ihren Online-Stellenanzeigen.


 

Präsenz auf Online-Stellenmärkten

Jobportale sind für Stellensuchende nach wie vor von enormer Bedeutung. Mit einer geschickten Auswahl der Jobportale können sich Arbeitgeber Erfolge bei der Besetzung vakanter Positionen sichern. Mehr als die Hälfte (58 %) aller getesteten Arbeitgeber nutzt die Plattform karriere.at regelmäßig als Kanal für Stellenanzeigen.



Bewerbungsresonanz

Gepflegte Umgangsformen sind nicht nur im Arbeitsalltag gefragt. Ebenso sollte im Recruiting-Prozess auf Wertschätzung geachtet werden, da dies ausschlaggebend für eine positive oder negative Arbeitgeber-Reputation ist. Um einen tiefgehenden Einblick in den Umgang mit BewerberInnen zu erlangen, wurden an alle getesteten Unternehmen und Institutionen sowohl eine Blindbewerbung als auch eine Bewerbung auf eine vakante Stelle verschickt. In 7 % der Fälle war keine Bewerbung auf eine offene Stelle möglich, sodass hier stattdessen zwei Initiativbewerbungen versendet wurden. Folglich ist die Anzahl der ausgegangenen Initiativbewerbungen mit 578 höher als die der realisierten 436 Bewerbungen auf vakante Stellen. Die restlichen 24 Anfragen blieben ausständig, da nicht jeder Arbeitgeber die Möglichkeit für eine Initiativbewerbung bietet. Insgesamt wurden somit 1.014 Bewerbungen versandt. Interessante Resultate hinsichtlich des Antwortverhaltens liefert die Gegenüberstellung von Initiativbewerbungen und Bewerbungen auf offene Stellen. Auffällig ist, dass generell beinahe ein Viertel der Bewerbungen gänzlich unbeantwortet blieb, obgleich schnelles und personalisiertes Feedback von Professionalität zeugt und Arbeitgeber durch das Ignorieren von Bewerbungen der eigenen Employer Brand erheblich schaden. Positiv zu vermerken ist jedoch, dass ein Großteil der Bewerbungen innerhalb der ersten studienrelevanten Frist abgeschlossen werden konnte. Hier konnten 65 % der Bewerbungen auf offene Stellen und 67 % der Initiativbewerbungen zeitnah abgeschlossen werden.



BewerberInnen-Kontaktaufnahme

Karriere-Websites bieten Stellensuchenden zumeist vielfältige Informationen. Ungeachtet dessen ergeben sich oftmals weiterführende Fragen, die trotz umfangreicher Erläuterungen auf der Karriereseite nicht beantwortet werden können. Mit der Angabe einer Kontaktmöglichkeit können sich Unternehmen telefonischen Anfragen gegenüber offen zeigen und so bei Interessierten punkten. Im Rahmen der telefonischen BewerberInnen-Kontaktaufnahme wurden Arbeitgeber mit einer fiktiven Anfrage zum Thema Bewerbungsmöglichkeiten konfrontiert und anschließend die Lösungskompetenz sowie das Interesse der Ansprechperson bewertet.


Entscheiden sich BewerberInnen, beispielsweise hinsichtlich Sozialleistungen oder flexibler Arbeitszeiten mit einem potenziellen Arbeitgeber Kontakt aufzunehmen, so sind diese Angelegenheiten zumeist von großer persönlicher Wichtigkeit für sie. Ein respektvoller und kompetenter Umgang mit derartigen Anfragen ist daher essenziell. Negatives, nicht wertschätzendes Antwortverhalten oder gänzliches Ignorieren der E-Mail birgt das Risiko nachhaltigen Imageschadens nicht nur bei den Betroffenen selbst, sondern auch in deren Netzwerken.





Für darüber hinausgehende Details und Ergebnisse können Sie uns gerne jederzeit kontaktieren!

 

 

 

 

   

Mag. Beatrix Graschopf

Leiterin Personalmanagement
Vinzenz Gruppe Krankenhausbeteiligungs- und Management GmbH

„Wir freuen uns sehr darüber, dass wir den Branchensieg erfolgreich verteidigen konnten. Der erste Platz ist eine Bestätigung dafür, dass die laufende Professionalisierung unseres Recruitings wahrgenommen wird."

 

 

KONTAKTIEREN SIE UNS!


Bei Fragen oder Interesse kontaktieren Sie uns jederzeit unter:

+43 1 585 6969 - 26

office@bestrecruiters.eu